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Messeerfolg entscheidet sich acht Wochen vorher — und für die Payment-Termine dieses Herbstes ist das Fenster fast zu

Die Vertriebszeitung hat am 10. September 2026 beschrieben, warum Messebeteiligungen nicht am Stand scheitern, sondern an der Terminplanung acht Wochen davor. Für das ibi-Zahlungsverkehrsforum am 28. und 29. Oktober 2026 in Frankfurt bleiben damit noch knapp sieben Wochen, für die EuroCIS vom 16. bis 18. Februar 2027 beginnt die Vorbereitung um den Jahreswechsel.

Was ist passiert

Die Vertriebszeitung hat am 10. September 2026 einen Praxisbeitrag zur Messevorbereitung veröffentlicht, dessen These im Titel steht: Was auf einer Messe passiert, entscheidet sich acht Wochen vorher. Der Autor Maximilian Hedt beschreibt die Reihenfolge, in der Messebeteiligungen im B2B funktionieren — zuerst Zielkunden auswählen, dann Ansprechpartner identifizieren, dann Gespräche anbahnen, und erst einige Wochen vor dem Termin die konkrete Terminvereinbarung. Sein Kernargument gilt ausdrücklich mit und ohne eigenen Stand: Der Stand macht die Sache nur teurer und die Vorbereitung damit wichtiger. Wer ohne vereinbarte Termine anreist, konkurriert vor Ort mit Kalendern, die längst gefüllt sind. Für die Payment-Branche ist der Zeitpunkt der Meldung günstig: Das ibi-Zahlungsverkehrsforum findet laut Veranstalter am 28. und 29. Oktober 2026 in Frankfurt statt, die EuroCIS in Düsseldorf vom 16. bis 18. Februar 2027.

Wen es trifft

Jeden Vertrieb, der im vierten Quartal auf Veranstaltungen geht — Netzbetreiber, Kassenhändler, Zahlungsdienstleister, Softwareanbieter. Genauso Vertriebsleitungen, die Messebudgets im Marketingtopf führen und sich am Jahresende über die Ausbeute wundern. Und alle, die für 2027 gerade Standflächen buchen, ohne die Personalstunden davor eingeplant zu haben.

Einordnung

Der Satz klingt banal und wird trotzdem jedes Jahr ignoriert, weil er unbequem ist: Eine Messe ist kein Kanal, auf dem man Kunden findet, sondern einer, auf dem man Termine einlöst. Die Kosten fallen sichtbar an — Fläche, Aufbau, Personal, Hotel — und stehen sauber in einer Budgetzeile. Die Arbeit, die über den Ertrag entscheidet, fällt unsichtbar an: Liste bauen, Ansprechpartner recherchieren, anrufen, nachfassen, Termine bestätigen. Diese Stunden hat selten jemand budgetiert, und deshalb macht sie am Ende niemand. Wer im Payment-Vertrieb schon einmal an einem gut gebauten Stand gestanden und auf Laufkundschaft gewartet hat, kennt das Ergebnis.

Für die nächsten Wochen ergibt sich daraus eine ziemlich klare Rechnung. Bis zum ibi-Forum Ende Oktober sind es von heute an knapp sieben Wochen — das Fenster ist also fast zu, aber eben nur fast: Wer diese Woche mit der Ansprache beginnt, bekommt noch Termine, wer bis Anfang Oktober wartet, fährt hin und schaut sich um. Für die EuroCIS im Februar liegt der ehrliche Startpunkt dagegen um den Jahreswechsel, also mitten in der Zeit, in der im Handel niemand ans Telefon geht und die eigenen Leute Urlaub nehmen. Genau deshalb muss die Zielkundenliste für Februar jetzt entstehen und nicht im Januar. Das ist keine Messefrage, das ist die gleiche Disziplin wie im Tagesgeschäft: Der Kalender in vier Wochen wird von dem gefüllt, was heute an Kontakten passiert.

Was jetzt zu tun ist

  1. Für jede gebuchte Veranstaltung eine namentliche Zielkundenliste anlegen — mit Ansprechpartner, Anlass für das Gespräch und dem Datum, an dem die Ansprache beginnt.
  2. Die Vorbereitungsstunden vor der Messe genauso budgetieren wie die Standkosten und einer Person zuweisen. Ohne Namen daneben passiert es nicht.
  3. Für die EuroCIS im Februar 2027 die Liste jetzt bauen und die Ansprache spätestens in der ersten Januarwoche starten — das Fenster liegt genau in der Zeit, in der erfahrungsgemäß niemand anfängt.

Quellen

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