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Kommentar

Kommentar

Standpunkte von Pedram Dadgar zu Zahlungsverkehr, Regulierung und Vertrieb.

KommentarEnergiekosten & Finanzierung

Berlin deckelt den CO₂-Preis und verteuert das Heizen 2027 trotzdem

CO₂-Preis-Deckel, Grüngasquote und steigende Gasnetzentgelte treffen 2027 zusammen, doch die Finanzierung regelt keiner dieser Beschlüsse.

„Berlin deckelt den CO₂-Preis als Entlastung und dreht in derselben Woche zwei weitere Kostenschrauben am fossilen Heizen — für die Finanzierung der Alternative ist niemand zuständig.“
KommentarTerminal & POS

Mastercards Offline-Pflicht ist richtig, aber ohne Strom bleibt die Kasse trotzdem stumm

Mastercard schreibt ab 2027 Offline-Zahlungen vor. Ausfallsicher wird die Kasse damit erst, wenn Strom, Netz und Händlerverträge mitziehen.

„Ein offlinefähiger Chip nützt nichts, wenn das Terminal am Kabel hängt. Ausfallsicherheit entsteht an der Steckdose und im Vertrag, nicht in der Pressemitteilung eines Kartensystems.“
KommentarRegulierung & Recht

Die Kassenpflicht schützt den ehrlichen Händler, der Handelsverband kämpft an der falschen Front

Das Kabinett hat die Kassenpflicht ab 2028 beschlossen, der Handelsverband HDE lehnt sie in der jetzigen Form ab. Dabei trifft die Pflicht genau die Betriebe, die heute mit der Schublade einen Wettbewerbsvorteil gegen ehrliche Händler haben, und die Kritik sollte sich auf die Umsetzung richten statt auf die Pflicht.

„Die offene Ladenkasse ist kein Freiraum für kleine Betriebe, sondern ein Wettbewerbsvorteil für die, die nicht alles eintippen. Wer sie verteidigt, verteidigt nicht den ehrlichen Händler.“
KommentarMarkt & Anbieter

Mehr Kartenzahlungen dürfen den Händler nicht mehr kosten – tun sie aber

Deutschland zahlt so schnell mehr mit Karte wie kaum ein anderes EU-Land, und trotzdem melden fast vier von fünf großen Händlern steigende Zahlungskosten. Das Wachstum müsste den Preis pro Zahlung drücken, stattdessen landet es fast vollständig beim Anbieter.

„Wenn sich die Zahl der Kartenzahlungen vervielfacht, muss der Preis pro Zahlung sinken. Alles andere ist eine Gebührenerhöhung, die niemand ankündigen musste.“
KommentarOnline-Payment

Beim agentischen Bezahlen trägt der Händler das Risiko, das niemand geregelt hat

Kartensysteme, Acquirer und KI-Anbieter haben in zwei Wochen Ausweise, Protokolle und Schnittstellen für Einkaufs-Agenten vorgestellt. Die Frage, wer die Rückbelastung zahlt, wenn ein Agent das Falsche kauft, steht in allen Ankündigungen ausdrücklich auf der offenen Liste.

„Ein verifizierter Agent ist kein autorisierter Kauf. Solange die Regelwerke diesen Unterschied nicht schreiben, zahlt ihn der Händler.“
KommentarMarkt & Anbieter

Wero verlangt vom Händler eine Entscheidung und nennt ihm keinen Preis

In der zweiten Septemberwoche hat die European Payments Initiative einen neuen Gesellschafter, eine Großbank als Vertriebsweg und zehn Millionen deutsche Nutzer gemeldet. Ein Händlerentgelt hat in keiner dieser Mitteilungen gestanden.

„Ein Bezahlverfahren ohne veröffentlichte Konditionen ist kein Angebot, sondern eine Absichtserklärung — und Absichtserklärungen gehören nicht in einen Vertrag über 48 Monate.“
KommentarRegulierung & Recht

Die Kartenzahlungspflicht ist ein Verkaufstrick, und der Handel fällt darauf herein

Seit anderthalb Jahren wird mit einem Gesetz geworben, das es nicht gibt. Die wahre Pflicht kommt vom Kunden, und die wahre Gefahr für kleine Betriebe sind nicht fehlende Terminals, sondern die Verträge, die sie aus Angst unterschreiben.

„Die einzige Pflicht, die 2026 im Zahlungsverkehr gilt, ist die Pflicht des Händlers, seinen Vertrag zu lesen, bevor er ihn unterschreibt.“
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