Disagio ist nur der Anfang. Transaktionsentgelt, Terminalmiete, Servicepauschale, Einrichtungsgebühr, Sammelkonto, Scheme-Manager-Fee und die versteckten Positionen: Wie sich die Gebühr für Kartenzahlung zusammensetzt und warum bei kleinen Bons der Prozentsatz fast egal ist.
„Ein Transaktionsentgelt von neun Cent macht aus einem Fünf-Euro-Bon eine Gebühr von 1,8 Prozent, bevor das beworbene Disagio überhaupt gerechnet wurde."
Netzbetreiber, Acquirer, Kartensystem, kartenausgebende Bank: Wer bei einer Kartenzahlung welche Aufgabe hat, warum die girocard keinen Acquirer kennt und was „kaufmännischer Netzbetreiber" wirklich bedeutet.
„Der Händler hat bei einer Kartenzahlung nicht einen Vertragspartner, sondern vier, und die Intransparenz der Kartengebühren entsteht genau in den Fugen dazwischen."
Stationär, mobil, SmartPOS, PIN-Pad, unbedient: Die Hardware ist bei fast allen Netzbetreibern dieselbe. Was die Bauformen unterscheidet, worauf bei Zertifizierung und Plattform zu achten ist und wann Tap to Pay auf dem Smartphone reicht.
„Das Terminal ist nie das Differenzierungsmerkmal, alle verbauen dieselben vier Hersteller; entscheidend sind Konditionen, Service und die Anbindung an die Kasse."
Kleinbetrag bis 30 Euro, Transaktionsrisikoanalyse bis 500 Euro, wiederkehrende Zahlungen, vertrauenswürdige Empfänger: Welche Ausnahmen von der Zwei-Faktor-Pflicht das Gesetz erlaubt, was Anbieter davon umsetzen, und warum jede genutzte Ausnahme die Haftung zum Händler verschiebt.
„Jede Ausnahme von der starken Kundenauthentifizierung ist ein Tausch: weniger Kaufabbrüche gegen mehr Haftung, und wer diesen Tausch nicht versteht, wundert sich später über die Chargebacks."
Bei der Karte hat der Kunde 120 Tage und muss begründen, der Händler kann sich mit Beweisen wehren. Bei der SEPA-Lastschrift hat der Kunde acht Wochen und muss gar nichts begründen. Fristen, Gebühren und Verteidigung im Vergleich.
„Die Lastschrift ist die günstigste Zahlart im Online-Handel und die einzige, bei der der Kunde acht Wochen lang ohne Begründung sein Geld zurückholen kann; wer nur den Preis sieht, sieht das Risiko nicht."
Wie ein Shop Zahlungen technisch anbindet, entscheidet über Onboarding-Zeit, Conversion und Sicherheitsaufwand. Der Überblick über Integrationsarten, den Zahlartenmix im DACH-Raum und den Payment Link als Vertriebskanal ohne Shop.
„Die gehostete Bezahlseite ist nicht die bequeme, sondern die kluge Lösung: Sie nimmt dem Händler den größten Teil der PCI-Pflichten ab, und das ist der teuerste Posten, den niemand im Angebot sieht."