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Pay by Bank kommt in deutsche Shopsysteme: secupay integriert Mastercards Open-Banking-Zahlung

Der Zahlungsdienstleister secupay bietet Mastercards Pay by Bank ab sofort über Shopware, WooCommerce, JTL und die eigene API an. Der Kunde bestätigt die Überweisung im eigenen Online-Banking, der Händler bekommt eine Zahlung ohne Kartennetz.

Was ist passiert

Der Zahlungsdienstleister secupay hat am 3. September 2026 angekündigt, Mastercards Open-Banking-Lösung Pay by Bank in sein Angebot aufzunehmen. Händler erreichen das Verfahren über die vorhandenen Anbindungen für Shopware, WooCommerce und JTL sowie über die secuconnect-API, ohne eine neue Integration bauen zu müssen. Technisch handelt es sich um einen Zahlungsauslösedienst nach PSD2: Der Kunde bestätigt die Überweisung direkt in seinem Online-Banking per TAN oder Banking-App, sensible Zahlungsdaten wandern nicht über den Shop. Als erste Nutzer nennt secupay die Beteiligungsplattformen Conda Capital und Piece Germany sowie den Kunstmarktplatz Art 4 You. Nach Angaben der secupay-Führung erreicht die Mastercard-Lösung inzwischen rund 95 Prozent der Banken in Deutschland — genau diese Abdeckung fehlte jahrelang, weshalb Open Banking im deutschen Checkout nie ankam.

Wen es trifft

Online-Händler mit hohen Warenkörben, bei denen die prozentuale Kartengebühr richtig weh tut: Möbel, Kunst, Elektronik, Beteiligungen, B2B-Bestellungen. Außerdem Shops mit Chargeback-Problemen und alle, die bisher Vorkasse anbieten mussten, weil ihnen die Karte zu teuer oder zu riskant war.

Einordnung

Kontobasierte Zahlung im Checkout wird in Deutschland seit zehn Jahren angekündigt, und sie ist bisher an einem einzigen Punkt gescheitert: an der Bankabdeckung. Wenn jeder fünfte Kunde im Bezahlvorgang hängen bleibt, weil seine Bank nicht unterstützt wird, ist die Methode für den Händler kein Umsatzkanal, sondern eine Abbruchquelle. Deshalb ist die Abdeckung hier die eigentliche Nachricht, nicht die Integration.

Für Händler ist das trotzdem kein Grund, die Karte abzuschalten. Wer Pay by Bank anbietet, verzichtet auf die Käuferschutz-Wahrnehmung der Kreditkarte und bekommt dafür eine Zahlung, die dem Kartennetz und seinen Rückbelastungswegen entzogen ist. Interessant wird es als zweite Schiene: Zwei Verfahren im Checkout heißen zwei Preislisten, und der Anbieter, der bisher konkurrenzlos war, sitzt beim nächsten Konditionsgespräch anders am Tisch. Man sollte nur ehrlich rechnen — eine Methode mit niedriger Gebühr und niedriger Nutzung spart nichts.

Was jetzt zu tun ist

  1. Im eigenen Shop prüfen, welcher Anteil des Umsatzes über Warenkörbe oberhalb von 200 Euro läuft. Nur dort schlägt die prozentuale Kartengebühr stark genug durch, dass eine zweite Methode sich lohnt.
  2. Pay by Bank nicht als Ersatz, sondern als zusätzliche Option ausrollen und die Conversion beider Wege drei Monate lang getrennt messen.
  3. Mit dem Ergebnis in die Konditionsverhandlung gehen — der Vergleich zweier realer Kostenpfade ist das einzige Argument, das im Payment zuverlässig Preise bewegt.

Quellen

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