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EHI E-Commerce-Report 2026: Apple Pay in fast jedem zweiten Top-Shop, Wero bei 3 Prozent

Das EHI hat am 29. September 2026 die 1.000 wichtigsten deutschen Onlineshops ausgewertet: 97,2 Prozent bieten eine Wallet an, Apple Pay ist von 37,8 auf 49,0 Prozent gestiegen, Google Pay von 23,1 auf 32,0 Prozent. Wero wird erstmals ausgewiesen und steht bei 3,0 Prozent, der Rechnungskauf bleibt mit 81,7 Prozent Standard.

Was ist passiert

Das EHI Retail Institute hat am 29. September 2026 seinen „E-Commerce-Report Deutschland 2026“ vorgestellt. Grundlage ist eine jährlich aktualisierte Stichprobe der 1.000 bedeutendsten B2C-Onlineshops und Marktplätze, deren sichtbares Angebot aus Kundensicht ausgewertet wurde. 97,2 Prozent bieten eine Wallet an, 96,6 Prozent Kreditkarte (Visa 94,3, Mastercard 94,1, American Express 52,3 Prozent). PayPal ist mit 96,3 Prozent weiter fast überall, Apple Pay stieg von 37,8 auf 49,0 Prozent, Google Pay von 23,1 auf 32,0 Prozent. Wero wird erstmals separat ausgewiesen und ist bei 3,0 Prozent verfügbar. Rechnungskauf bieten 81,7 Prozent an, Ratenkauf oder Finanzierung 45,9 Prozent.

Wen es trifft

Onlinehändler, die ihren Checkout planen, und Händler mit Laden und Shop: Laut EHI bieten rund 69 Prozent der Shops mit stationärem Geschäft Click & Collect an, in dieser Gruppe ist laut EHI bei rund 56 Prozent eine Onlinebezahlung möglich, bei rund 35 Prozent die Bezahlung im Geschäft.

Einordnung

Die spannendste Zahl ist nicht PayPal, sondern das Tempo der Smartphone-Wallets. Apple Pay gewinnt in einem Jahr über elf Punkte, Google Pay knapp neun. Das ist die Karte, nur in anderer Verpackung, und der Kunde bringt sie fertig eingerichtet mit. Wer heute noch ein Kartenformular mit 16 Ziffern als Hauptweg anbietet, verliert Käufer, die im Laden längst mit dem Handy zahlen.

Wero mit 3 Prozent ist ein ehrlicher Startwert, kein Urteil. Die Online-Akzeptanz in Deutschland ist noch jung, und die heute gegründete Brücke zu Bizum und Co. zielt zuerst auf Privatzahlungen. Und dass vier von fünf Top-Shops weiter auf Rechnung verkaufen, ist die Zahl, an der sich zeigt, wie sehr der deutsche Kunde Kontrolle über den Zahlungszeitpunkt will.

Was jetzt zu tun ist

  1. Apple Pay und Google Pay im Checkout prüfen und, falls sie fehlen, beim Zahlungsdienstleister freischalten lassen; meist ist das eine Konfiguration, kein Projekt.
  2. Die Reihenfolge der Zahlarten im Checkout nach der eigenen Nutzung sortieren, nicht nach der Liste des Dienstleisters.
  3. Wero vorerst beobachten: freischalten, wenn es ohne Zusatzkosten möglich ist, aber keine eigene Integration dafür beauftragen.

Quellen

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