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Innenstadt-Studie 2026/27: 83 Prozent wollen mindestens so oft in die City — Einkaufen bleibt der Hauptgrund

Die Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 von CIMA, HDE und bcsd meldet am 23. September 2026 den besten Wert seit sechs Jahren: 83,3 Prozent der über 5.000 Befragten wollen ihre Innenstadt künftig gleich oft oder öfter besuchen. Fast zwei Drittel kommen zum Einkaufen, 46 Prozent zum Bummeln, 45 Prozent wegen der Gastronomie.

Was ist passiert

Der Handelsverband Deutschland hat am 23. September 2026 die Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 vorgestellt. Durchgeführt hat sie die CIMA Beratung + Management GmbH gemeinsam mit dem HDE und der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd); befragt wurden im Mai und Juni 2026 mehr als 5.000 Bürgerinnen und Bürger. 83,3 Prozent wollen ihre Innenstadt künftig mindestens so oft besuchen wie bisher — laut den Herausgebern der beste Wert seit sechs Jahren. Einkaufen ist für fast zwei Drittel der wichtigste Anlass, 46 Prozent nennen Bummeln, 45 Prozent die Gastronomie.

Wen es trifft

Innenstadthändler, Gastronomie und Dienstleister in Einkaufslagen — und Städte, die über Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit und Mieten entscheiden.

Einordnung

Nach Jahren der Abgesänge ist das eine gute Nachricht mit einer klaren Botschaft: Die Leute kommen wegen des Einkaufens, nicht trotz des Handels. Gleichzeitig liegen Bummeln und Essen fast gleichauf. Die Innenstadt ist also ein Ausflug mit mehreren Stationen, und jeder Betrieb ist ein Glied derselben Kette. Wer an einer Stelle hakt, verschlechtert den Eindruck vom ganzen Besuch.

Aus Sicht des Netzbetreibers ist die Kasse genau so eine Stelle. Die Kundschaft, die zurückkommt, bringt die Erwartungen mit, die sie im Alltag gelernt hat: kontaktlos zahlen, ohne Mindestumsatz, ohne Diskussion. Eine YouGov-Umfrage hat im September gezeigt, dass diese Erwartung überall steigt, auch am Imbiss und an der Eisdiele. Die Innenstadt-Studie misst den Willen, zu kommen — ob daraus Umsatz wird, entscheidet der einzelne Betrieb. Dass die Politik an den Rahmenbedingungen arbeiten muss, wie der HDE fordert, stimmt; die eigene Theke kann der Händler aber heute schon in Ordnung bringen.

Was jetzt zu tun ist

  1. Den Weg des Kunden durch den eigenen Laden einmal selbst gehen: Wo wartet er, wo muss er fragen, wo zahlt er?
  2. Schilder mit Mindestumsatz für Kartenzahlung prüfen und durchrechnen, was sie tatsächlich sparen.
  3. Mit Nachbarbetrieben und Stadtmarketing über gemeinsame Aktionen sprechen — der Besuch ist ein Rundgang, kein Einzelkauf.

Quellen

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