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MeldungWärme & Contracting

KfW-Studie: 290 Milliarden Euro im Jahr für Klimaneutralität, gut ein Fünftel davon für Gebäude

Laut KfW-Studie braucht Deutschland bis 2045 jährlich 290 Mrd. Euro Klimainvestitionen, 22 Prozent davon für Gebäude. 257 Mrd. Euro tragen private Akteure.

Was die KfW am 12. Oktober vorgerechnet hat

Die KfW hat am 12. Oktober 2026 eine Studie veröffentlicht, nach der Deutschland bis 2045 rund sechs Billionen Euro investieren muss, um klimaneutral zu werden. Das sind 290 Milliarden Euro pro Jahr. Gegenüber fossilen Vergleichstechnologien beträgt der Mehrbedarf 65 Milliarden Euro jährlich. Von 2018 bis 2023 flossen im Schnitt nur 110 Milliarden Euro im Jahr in diese Bereiche, die Lücke liegt damit bei rund 180 Milliarden Euro. Ein großer Teil der Energie-Investitionen geht in Wärmenetze, und was neue Netze kosten, landet später im Wärmepreis, wie der Ratgeber zu Fernwärme-Preiserhöhungen zeigt.

Welche Eigentümer und Betriebe die Investitionen stemmen müssen

Auf den Verkehr entfallen 45 Prozent, auf die Energieversorgung 25 Prozent, auf Gebäude 22 Prozent und auf die Industrie 8 Prozent. Für Gebäude sind das rechnerisch rund 64 Milliarden Euro im Jahr. Getragen wird das Paket ganz überwiegend privat: 257 Milliarden Euro jährlich entfallen auf private Akteure, 33 Milliarden auf die öffentliche Hand. Betroffen sind Vermieter und Wohnungsunternehmen, die Bestand modernisieren, Betriebe mit eigenen Hallen und Büros sowie alle, die an Fernwärmenetzen hängen. Die Energieversorger brauchen laut KfW rund 1,3 Billionen Euro für Stromnetze, Fernwärme und erneuerbare Energien.

Warum die Zahl für jede Heizungsentscheidung zählt

Sechs Billionen Euro klingen nach Haushaltsdebatte in Berlin, sind aber vor allem eine Rechnung an private Eigentümer. Wenn knapp neun von zehn Euro privat aufgebracht werden müssen, entscheidet sich der Fortschritt im Gebäudebestand an der Frage, ob sich eine neue Heizung für den Eigentümer rechnet und ob er sie finanzieren kann.

Seit 2021 sehe ich in Wärmeprojekten, dass selten der Wille fehlt, sondern das Kapital zum richtigen Zeitpunkt. Hinzu kommt: Die Netzinvestitionen der Versorger erscheinen nicht als eigene Rechnung, sie werden über Jahre über die Wärme- und Strompreise refinanziert. Wer heute eine Heizungsentscheidung trifft, kauft diese Kostenentwicklung mit ein.

Was jetzt zu tun ist

  1. Für jedes Objekt festhalten, wann die Heizung oder der Wärmeliefervertrag ausläuft, und daraus einen Investitionsplan ableiten.
  2. Finanzierungswege vergleichen: Eigenkapital, Förderkredit, Zuschuss oder externe Wärmelieferung, jeweils auf 15 bis 20 Jahre gerechnet.
  3. Bei Fernwärme die Preisänderungsklausel und die Preisblätter der letzten Jahre vergleichen, um zu sehen, wie stark Grund- und Arbeitspreis steigen.

Quellen

Redaktion: KI-gestützt recherchiert und vorformuliert; Auswahl, Einordnung und Zitat prüft und verantwortet Pedram Dadgar. Korrekturen werden mit Datum vermerkt. Mehr zur Arbeitsweise

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